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Spandauer Volksblatt vom 26.12.2012

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Und immer wieder geht es ums Geld

Je Monat werden dort die Probleme / Aktivitäten  unserer Stadt Spandau noch einmal kurz erläutert. Über Allem liegt der enorme Sparzwang – immer wieder geht es um fehlende Millionenbeträge.

Man liest ständig: das Jahr war geprägt vom Sparzwang – an allen Ecken und Enden fehlen die Mittel – zur Verfügung jedoch steht weniger als die Hälfte – beim Haushaltsentwurf verkalkuliert (1,2 Mio. müssen eingespart werden) usw.

Im Februar wird über die vom Bezirk Spandau geplanten Veränderungen am Groß Glienicker See berichtet. (Genaueres finden Sie unter BVV-Beschluss)

Am Ende des Jahresberichtes sehen Sie ein wunderschönes Foto vom Groß Glienicker See im Winter. Es strahlt Ruhe und Besinnlichkeit aus.

Der beschreibende Text zu diesem Foto lautet:

Noch herrscht Ruhe am Kladower Ufer des Groß Glienicker Sees. Doch hier soll ein Uferstreifen mit einem Wanderweg für die Öffentlichkeit entstehen.

Die Redakteure des Volksblattes sprechen uns aus dem Herzen. Noch herrscht Ruhe – für die Wasservögel, die Amphibien, die Fische und die zum großen Teil unberührten Schilfflächen, die den Tieren Schutz und Geborgenheit bieten.

Doch hier soll ein Uferstreifen mit einem Wanderweg für die Öffentlichkeit entstehen.

Dieses DOCH sagt genau das aus, was wir auch befürchten. So wird es dann nicht mehr sein. Hier sollen See-Stege aus Naturschutzgründen abgebaut und Anwohner enteignet werden, um weiteren wilden Badestellen, Hundetoiletten, Hundebadestellen- und Hundefreilaufflächen, weiteren Partyzonen und Müllabladestellen zu weichen. Wo bleibt dann der Naturschutz – die Rücksicht auf die Tiere und unsere Umwelt? Naturschutz und Uferwanderweg sind nicht miteinander zu vereinbaren.

Über die enormen Kosten und die entgangenen Einnahmen, die durch diese geplante Aktion hervorgerufen werden, braucht man gar nicht reden. Es ist grotesk.

Es wird gespart und gekürzt, Jugendeinrichtungen geschlossen, den Schulen fehlt es vorne und hinten und dann wird geplant, privilegierten Kladowern ein neues, zusätzliches Freizeit-Bonbon zu schenken? Auf wessen Kosten?

Woher nimmt Spandau das viele Geld – woher kommen die fehlenden Millionen?

 

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